(2024) von Bruno Feger
Material: Stahl & Kunststoff
Unmittelbar in der Umgebung des „Hagebutten Triptychons 6.6.24“ wachsen Hagebutten, die sonst eher unbeachtet, durch ihre Dornen vielleicht sogar lästig empfunden werden. Häufig bekannt als Hundsrose zeigt sie im Frühjahr ihre rosafarbenen kleinen Blüten. Bruno Feger rückt die Hagebutte in den Vordergrund, man könnte sagen, ihr wird ein Denkmal gesetzt.
Sie besticht nicht nur durch ihre Schönheit, sondern ist auch eine Heilpflanze gegen Arthrose und als Tee oder Marmelade bekannt. Auch das Kinderlied „Ein Männlein steht im Walde“ bezieht sich auf sie.
Das satte Rot, Symbol für Liebe, Leidenschaft und Fruchtbarkeit – am Wegesrand kaum wahrgenommen – springt hier in Bruno Fegers Skulptur geradezu ins Auge. Unterstützt wird dies inhaltlich durch die überdimensionale Vergrößerung und Vereinzelung der Frucht an den blätterlosen, fast fünf Meter langen Stängeln. Für Bruno Feger sind seine Hagebutten in ihrer Bedeutung viel mehr: Im Gegensatz zu ihrem natürlichen Vorkommen wird die Hagebutte in seiner Kunst immerwährend sichtbar, dauerhaft, fast wie ein Stillleben, er spricht gar von einer eigenen Poesie.
Das Besondere an dieser Skulptur ist die individuelle Anordnung der drei in ihrer Größe, Biegung und in ihrer Konstellation zueinander unterschiedlichen Hagebutten, die einen eigenen Raum bilden, abgegrenzt vom äußeren Raum der sie umgebenden Landschaft. Abhängig vom Betrachtungsstandort ergibt sich eine veränderte Wahrnehmung.
Die Bezeichnung „Triptychon“, häufig in der mittelalterlichen, sakralen aber auch in der modernen Kunst immer wieder anzutreffen, ist nicht zufällig, und nimmt auch Bezug auf die St. Michaelskapelle. Die Ergänzung im Titel „6-6-24“ bezieht sich unter anderem auf das Datum, an dem das Kunstwerk aufgebaut wurde.
Bruno Feger (*1962), der an der Hochschule der Künste in Berlin Architektur studierte und anschließend als Künstler im Raum Frankfurt tätig war, lebt und arbeitet heute in der Nähe von Freiburg im Breisgau. Er ist über die Grenzen Deutschlands bekannt. In Limone am Gardasee steht seine „Piramide di Limoni“. In Deutschland sind unter anderem mehrere Skulpturen auf dem Campus der Goethe- Universität in Frankfurt zu sehen.
Übersetzung Latein Audioguide:
Triptychon de rosa canina ipsum a multis rosis caninis naturalibus circumdatum est, quas ambulantes saepe neglegunt, spinis interdum odiosas censent. Vere rosa canina flosculos roseos offert. Bruno Feger rosam caninam hac sculptura aestimari cupit.. Rosa canina venustate splendet, etiam herba salutaris in arthrosin valet et fructus coctus gustatur. Et in carmine „Homunculus in silva stat“ ea cantatur. Rubor – signum amoris, cupidinis, fertilitatis – saepe apud viam neglectus in hac sculptura a nemine non aspiciatur. Altitudine trium passuum ingentes fructus singulares in scapis foliis nudatis longe animadvertendi sunt. Sic rosa canina in natura quidem periens nunc in sculptura sempiterna est atque ars poetica ipsa, ut Bruno Feger sentit. Bruno Feger rosas caninas ordine, altitudine, flexione varie ponens artem exiguam finxit. Tres scapi rosarum caninarum spatium a regione circumdanti semotum tendunt. Ita sculpturam, cum de locis variis spectamus, variam intellegimus.
Unmittelbar in der Umgebung des „Hagebutten Triptychons 6.6.24“ wachsen Hagebutten, die sonst eher unbeachtet, durch ihre Dornen vielleicht sogar lästig empfunden werden. Häufig bekannt als Hundsrose zeigt sie im Frühjahr ihre rosafarbenen kleinen Blüten. Bruno Feger rückt die Hagebutte in den Vordergrund, man könnte sagen, ihr wird ein Denkmal gesetzt. Sie besticht nicht nur durch ihre Schönheit, sondern ist auch eine Heilpflanze gegen Arthrose und als Tee oder Marmelade bekannt. Auch das Kinderlied „Ein Männlein steht im Walde“ bezieht sich auf sie. Das satte Rot, Symbol für Liebe, Leidenschaft und Fruchtbarkeit – am Wegesrand kaum wahrgenommen – springt hier in Bruno Fegers Skulptur geradezu ins Auge. Unterstützt wird dies inhaltlich durch die überdimensionale Vergrößerung und Vereinzelung der Frucht an den blätterlosen, fast fünf Meter langen Stängeln. Für Bruno Feger sind seine Hagebutten in ihrer Bedeutung viel mehr: Im Gegensatz zu ihrem natürlichen Vorkommen wird die Hagebutte in seiner Kunst immerwährend sichtbar, dauerhaft, fast wie ein Stillleben, er spricht gar von einer eigenen Poesie. Das Besondere an dieser Skulptur ist die individuelle Anordnung der drei in ihrer Größe, Biegung und in ihrer Konstellation zueinander unterschiedlichen Hagebutten, die einen eigenen Raum bilden, abgegrenzt vom äußeren Raum der sie umgebenden Landschaft. Abhängig vom Betrachtungsstandort ergibt sich eine veränderte Wahrnehmung.
