(2019) von Hans-Michael Kissel
Material: Edelstahl und Aluminium
Bei dem kinetischen Objekt „Daedalus“ von Hans-Michael Kissel handelt es sich um eine Skulptur aus Edelstahl und Aluminium. Dabei sind vier schaufelartige Arme an hohen Metallrohren angebracht, die sich langsam, teilweise kippend bewegen und auch rotieren können.
Kinetische Kunstwerke unterliegen den Gesetzen der Physik, hier der Mechanik. Mit ihrer Bewegung reagieren sie auf den Einfluss äußerer Faktoren, insbesondere dem Wind. Aber auch auf die Kraft ihrer eigenen Bewegung, die sich überträgt und in neuen Schwingungen weiter fortsetzt. Die spielerische Leichtigkeit der Bewegung fasziniert den Betrachter und lässt ihn sie weiterverfolgen. Sie spricht ästhetisch an und wirkt geradezu meditativ.
Hans-Michael Kissel hat die frühen Jahre seiner Kindheit in Abenheim verbracht, wo sein Vater Lehrer war. Obwohl er seit längerem in Ladenburg bei Heidelberg lebt, fühlt er sich in seiner früheren Heimat verwurzelt. Seine kinetische Kunst ist auf nationaler und auch internationaler Ebene bekannt.
Übersetzung Latein Audioguide:
Haec ars de Hans-Michael Kissel „DAEDALUS“ nominatur. Sed quis erat Daedalus? Pater Icari et in fabulis Graecis inventor celeberrimus. Daedalus inventor alas creavit, ut Cretam insulam cum Icaro filio relinquere posset. Nos aestimamus singulare ingenium Daedali in hac arte optime apparere: Pali, qui in terra fixi sunt, naturam eius humanam et rationalem demonstrant. In alis mobilibus cognoscimus animum eius quasi divinum et mobile.
Dieses Kunstwerk heißt „DAEDALUS“. Aber wer war Daedalus? Er war der Vater von Ikarus und ein berühmter Erfinder in der griechischen Mythologie. In seinem Erfindergeist schuf er die Flügel, mittels derer er mit seinem Sohn Ikarus die Insel Kreta verlassen konnte. Wir finden, dass die Begabung des Daedalus in diesem Kunstwerk gut sichtbar wird. Die Stangen, die in der Erde fixiert sind, zeigen sein vernunftbegabtes Wesen. In den beweglichen Schwingen erkennen wir seinen erfinderischen und frei-schwingenden Geist.
